„Weißt Du, ich hab so das Gefühl, ich sollte was anderes machen. Aber ich weiß nicht so richtig, was.“
Diesen Satz hat mir vor Kurzem eine Frau im Kennenlernen gesagt. Vielleicht kennst Du ihn auch. Dein Jobfrust begleitet Dich schon länger. Abends scrollst Du durch Stellenanzeigen, und keine fühlt sich richtig an. Am nächsten Morgen funktionierst Du wieder und sagst Dir: „Ach, ist ja eigentlich gar nicht so schlimm.“
Vom Überlebensmodus zur authentischen Karriere – Dein Weg raus aus Jobfrust & Dauerfunktionieren. Lass uns starten.
Woran Du merkst, dass Du im Überlebensmodus arbeitest
Von außen läuft alles. Projekte, Deadlines, im Mitarbeitergespräch steht „sehr verlässlich“. Innen funktionierst Du nur noch.
Viele Frauen erzählen mir im Kennenlernen von denselben Momenten. Am Sonntagnachmittag zieht es im Bauch. Das Wochenende reicht nicht mehr, um sich zu erholen. Und vom Jahresurlaub ist nach einer Woche im Büro nichts mehr übrig.
Häufig höre ich: „Mir geht es schon seit zwei Jahren nicht mehr gut im Job.“
Jobfrust und Überlebensmodus: die drei Programme Deines Nervensystems
Wenn wir im Überlebensmodus sind, kennt unser Körper drei Programme. Ursprünglich sollten sie uns in kurzen, gefährlichen Momenten schützen. Im Büro sehen sie so aus:
Kämpfen: Du powerst durch. Noch eine Folie, noch eine Mail um 22 Uhr.
Fliehen: Du verlässt kurz den Raum, ziehst Dich zurück oder träumst Dich abends mit Stellenanzeigen weg.
Erstarren: Du willst Deinem Chef seit Wochen etwas sagen, und im entscheidenden Moment kommt kein Wort über Deine Lippen.
Gedacht sind diese Zustände für Minuten. Viele Frauen leben sie 40 Stunden pro Woche. Und irgendwann fühlt sich der Daueralarm normal an.
Ich stelle mir das gern wie ein Gefäß vor. Dein Nervensystem kann nur halten, was es kennt. Ist es seit Jahren mit Druck gefüllt, fühlt sich Ruhe fremd an. Wenn das Gefäß nicht mitwächst, nimmst Du Deinen alten Zustand in jeden neuen Job mit.
Warum Du im Überlebensmodus nicht spürst, was Du willst
In keinem dieser drei Programme kannst Du spüren, was Dich anzieht. Dein Körper ist mit Durchhalten beschäftigt.
Erst wenn er wieder etwas Ruhe findet, wird die Frage nach dem Was leiser und klarer. Es ist, als würde sich ein Nebel, der sich über alles gelegt hat, nach und nach auflösen und den Blick freigeben auf das, was wichtig ist.
Ich höre Dich schon sagen: Hä? Dann soll ich in meinem Job bleiben? Jein.
Ein Jobwechsel kann genau richtig sein. Wer aber im Überlebensmodus sucht, sucht einen Ausgang. Jede Stelle, die weg vom Jetzt führt, sieht dann gut aus. Ob sie zu Dir passt, zeigt sich oft erst nach ein paar Monaten, wenn das alte Gefühl zurückkommt.
Mir ging es genauso. 17 Jahre lang dachte ich, mir fehlt Disziplin. Oder das nächste Zertifikat. Erst während einer Auszeit in der Atacama-Wüste in Chile habe ich verstanden: Mein Nervensystem war im Daueralarm. Ohne diese innere Veränderung hätte ich mich nie getraut, mich selbstständig zu machen.
Zwei Wege raus aus dem Jobfrust
Frau A ist erschöpft und bewirbt sich auf drei Stellen gleichzeitig. Sie nimmt die erste Zusage, weil sie raus will. Nach vier Monaten sitzt sie wieder freitags um 18 Uhr am Laptop.
Frau B ist genauso erschöpft. Sie nimmt sich zuerst ein paar Wochen, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Dann schreibt sie auf, wobei sie im Job die Zeit vergisst. Ihre Bewerbungen schickt sie später ab. Dafür weiß sie, wonach sie sucht.
Dein Weg zu einem Job, der zu Dir passt: Klarheit, Vision, Umsetzung
Den Weg raus aus dem Dauerfunktionieren gehe ich mit meinen Klientinnen in drei Schritten. Davor steht immer ein Fundament: Ruhe. Hier bekommst Du für jeden Schritt eine erste Übung, die Du für Dich ausprobieren kannst.
Das Fundament: Erst Ruhe
Bevor Du irgendetwas entscheidest, braucht Dein Nervensystem Boden unter den Füßen.
Deine erste Übung: Setz Dich hin und stell beide Füße auf den Boden. Spür ein paar Atemzüge lang die Sitzfläche unter Dir und Deinen Rücken an der Stuhllehne. Frag Dich dann sanft: Was nehme ich gerade im Körper wahr? Vielleicht ein Ziehen in den Schultern oder ein ungutes Gefühl im Bauch. Auch wenn sich nichts zeigt, ist das in Ordnung. Zum Schluss frag Dich: Was würde mir jetzt guttun?
Und eine Regel für die nächsten Wochen: Triff keine große Entscheidung im Alarmzustand. Wenn Du nach einem harten Tag am liebsten sofort kündigen würdest, schlaf mindestens zwei Nächte darüber.
Okay dann lass uns mit den drei Schritten zu mehr Klarheit starten:
Schritt 1: Klarheit
Hier geht es um die Frage, warum Du Dich im Job leer fühlst und was Du brauchst, um Dich zu entfalten. Jenseits von Titel und Gehalt. Schreib einmal auf, was stört wirklich, ist es die Tätigkeit, die Leute oder das Setting oder sind es mehrere Bestandteile?
Deine erste Übung: Notiere eine Woche lang die Momente im Job, in denen Du die Zeit vergisst. Und die, nach denen Du Dich leer fühlst. Am Freitag liest Du beide Listen nebeneinander. Du wirst ein Muster sehen.
In meinem Kurs Career Restart gehen wir weiter: Du findest die wahren Gründe für Deine Unzufriedenheit und weißt, was Du loslassen willst und wofür Du losgehst.
Schritt 2: Vision
Jetzt darfst Du groß denken, ohne alles sofort umsetzen zu müssen. Deine Vision entsteht aus drei Fragen: Was kannst Du? Was ist Dir wichtig? Und wie soll sich Dein Arbeitsalltag anfühlen?
Deine Stärken: Was fällt Dir leicht, wofür andere viel Kraft brauchen? Oft sind es genau die Dinge, die Du selbst gar nicht als Stärke wahrnimmst. Frag zwei Menschen, die Dich gut kennen, wofür sie Dich um Rat fragen würden.
Deine Werte: Was muss in Deiner Arbeit da sein, damit Du Dich wohlfühlst? Vielleicht Freiheit, Verbindung, Sinn oder Ruhe. Schreib Deine drei wichtigsten auf. Und dann ehrlich daneben: Wie viel davon lebst Du in Deinem jetzigen Job?
Deine erste Übung: Stell Dir einen ganz normalen Arbeitstag in drei Jahren vor, der sich nach Dir anfühlt.
- Morgens: Wann stehst Du auf? Wie startest Du in den Tag? Wo arbeitest Du, und mit welchem Gefühl klappst Du den Laptop auf?
- Mittags: Was tust Du gerade? Mit wem arbeitest Du zusammen? Wie sieht Deine Pause aus?
- Abends: Wann ist Feierabend? Wie fühlst Du Dich, wenn Du nach Hause gehst? Und was hast Du noch vor?
Schreib so konkret wie möglich und achte darauf, an welcher Stelle Dein Körper weit wird. Genau dort liegt eine Spur.
Im Kurs lernst Du außerdem zu unterscheiden, was Deine eigenen Wünsche sind und was Du von anderen übernommen hast. Aus Deinen Stärken, Werten und Deinem Arbeitstag wird Dein persönliches Karrieremodell. Am Ende kennst Du drei bis fünf konkrete Rollen, die zu Dir passen.
Schritt 3: Umsetzung
Der Moment, in dem aus Klarheit ein Plan wird. In Deinem Tempo und so, dass er zu Deiner Energie passt.
Deine erste Übung: Wenn Dir beim Lesen von Stellenanzeigen eine Rolle hängen bleibt, such Dir jemanden auf LinkedIn, der genau das macht, und frag nach 20 Minuten Austausch. Ein echtes Gespräch zeigt Dir mehr als zehn Stellenbeschreibungen. Und achte währenddessen auf Deinen Körper: Wird es weit oder eng?
In meinem Kurs Career Restart bekommst Du Deinen 90-Tage-Aktionsplan mit realistischen Meilensteinen. Du erfährst die fünf Dinge, die Dir kaum jemand über berufliche Veränderung sagt, was Du tust, wenn die Angst kommt, und wie Du wechselst, ohne Deine finanzielle Sicherheit zu riskieren. Und Du lernst, alte Muster zu erkennen, bevor sie Dich im neuen Job wieder einholen.
So gehst Du den ganzen Weg
Den ganzen Weg mit allen Übungen, Workbooks und Deinem 90-Tage-Plan findest Du in Career Restart. Und es gibt drei Arten Ihn zu gehen:
Als Onlinekurs, wenn Du in Deinem eigenen Tempo gehen möchtest. Sechs Module mit Workbooks, Vorlagen und einer Nervensystem-Übung in jedem Modul.
In einer kleinen Gruppe, wenn Du Dir Halt und Austausch wünschst. Drei Monate lang gehen wir den Weg gemeinsam, mit wöchentlichen Live-Calls und höchstens fünf Frauen. Die nächste Gruppe startet im Mai 2027.
Im 1:1, wenn Du Dir persönliche Begleitung wünschst. Drei Monate lang gehen wir Deinen Weg zu zweit, mit individueller Nervensystem-Arbeit und Unterstützung bis zum Vorstellungsgespräch und zur Gehaltsverhandlung.
Alle drei Wege von Career Restart ansehen →
Fazit
Jobfrust und Dauerfunktionieren sind Zeichen eines Nervensystems, das zu lange im Alarm war. Der Weg raus beginnt mit Ruhe und führt über Klarheit, Vision und Umsetzung zu einem Job, der zu Dir passt. 80 Prozent meiner Klientinnen haben innerhalb von sechs Monaten genau so einen Job gefunden.
„Vielleicht darf Arbeit sich irgendwann nicht mehr wie Überleben anfühlen, sondern leichter. Ruhiger. Mehr nach Dir.“
In meinem kostenlosen Workshop zeige ich Dir in 60 Minuten, wie Du vom Funktionieren zu Deinem nächsten stimmigen Schritt kommst. Als Bonus bekommst Du eine 7-Tage-Challenge, mit der Du sofort ins Tun kommst.
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Häufige Fragen
Unzufrieden im Job: Was kann ich tun?
Triff zuerst keine schnelle Entscheidung. Komm zur Ruhe, dann schau genau hin: Sind es die Aufgaben, die Führung, die Arbeitsbedingungen oder das Gefühl, innerlich leer zu sein? Erst mit dieser Klarheit lohnt sich der Blick nach vorn. Die ersten Schritte findest Du oben in diesem Beitrag.
Woran erkenne ich, dass meine Unzufriedenheit tiefer geht?
Wenn das Wochenende nicht mehr reicht, um Dich zu erholen, Du am Sonntagnachmittag schon ein Ziehen im Bauch spürst und vom Urlaub nach einer Woche nichts mehr übrig ist. Hält dieser Zustand seit Monaten an, ist es mehr als eine schlechte Phase.
Unzufrieden im Job, aber keine Alternative: Was nun?
Du musst nicht sofort kündigen. Viele meiner Klientinnen arbeiten noch in ihrem Job, während sie herausfinden, was sie wollen. Gerade diese Zeit kannst Du nutzen, um zur Ruhe zu kommen und Deine Stärken, Werte und Deine Vision zu klären.
Soll ich kündigen oder bleiben?
Stell Dir eine Frage: Würde das, was mich stört, in einer neuen Firma automatisch verschwinden? Ein Chef, der nachts Mails schreibt, bleibt zurück. Ein Ja, das Du sagst, bevor die Frage zu Ende ist, zieht mit um. Und entscheide nie im Alarm. Schlaf mindestens zwei Nächte darüber.
Was mache ich, wenn ich nicht weiß, was ich beruflich will?
Damit bist Du nicht allein, das höre ich in fast jedem Kennenlernen. Fang mit Deinen Stärken und Werten an und stell Dir einen Arbeitstag vor, der sich nach Dir anfühlt. Achte dabei auf Deinen Körper. Er weiß oft früher als Dein Kopf, wohin es Dich zieht.
Kann Unzufriedenheit im Job krank machen?
Dauerhafte Belastung kann sich auf Schlaf, Stimmung und Körper auswirken. Wenn Du seit Wochen schlecht schläfst, körperliche Beschwerden hast oder kaum noch durch den Tag kommst, sprich bitte zuerst mit Deiner Ärztin oder einer Therapeutin.
So kann ich Dich unterstützen
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